Die Orthomolekulare Medizin, also die Medizin mit Mikronährstoffen, ist bei der Polyneuropathie eine der sinnvollsten adjuvanten Therapiemaßnahmen überhaupt!

 

 

 

  • Vitamin D und Polyneuropathie bei Diabetikern

    Die diabetische Neuropathie ist die häufigste Komplikation des Diabetes mellitus und auch die Hauptursache für die Morbidität und Mortalität bei Diabetespatienten. Bei 33 Diabetespatienten mit Polyneuropathie und bei 29 gesunden Kontrollpersonen wurden die Nervenleitgeschwindigkeit sowie die 25(OH)Vitamin-D3-Spiegel bestimmt. Nach Berücksichtigung aller untersuchten Variablen zeigte die Serumkonzentration von 25(OH)Vitamin-D3 eine unabhängige und inverse Assoziation sowohl mit dem Vorhandensein einer Polyneuropathie als auch mit dem Schweregrad der Erkrankung. Hierbei zeigte sich ein linearer Zusammenhang zwischen dem Anstieg 25(OH)Vitamin-D3-Spiegel-Konzentration und einer Abnahme der Polyneuropathie-Symptome.

    Referenz:
    Alamdari A. Mozafari R. et al.: An inverse association between serum vitamin D levels with the presence and severity of impaired nerve conduction velocity and large fiber peripheral neuropathy in diabetic subjects; Neurol Sci. 2015 Jul;36(7):1121-6. doi: 10.1007/s10072-015-2207-0.

     
  • B-Vitamine und Polyneuropathie

    Wissenschaftler aus Japan untersuchten 18 Patienten mit Neuropathie, die durch einen Folsäuremangel verursacht worden war bei normalen Vitamin-B1 und B12-Konzentrationen. Die Symptome waren relativ einheitlich, gekennzeichnet durch langsam voranschreitende Beschwerden, hauptsächlich an den unteren Extremitäten. Vorwiegend traten sensorische Störungen auf, wobei hauptsächlich die Tiefensensivität betroffen war. Während dieser Studienperiode wurden auch 12 Patienten mit einem niedrigen Vitamin-B1-Spiegel und normalen Folsäure- und Vitamin-B12-Konzentrationen erfasst. Im Vergleich zu den Patienten mit einem Vitamin-B1-Mangel zeigten die Patienten mit Folsäuremangel ein signifikant langsameres Foranschreiten der Erkrankung mit einer hauptsächlichen Betonung der Tiefensensivität. Ein Folsäure- und Vitamin-B1-Mangel unterscheidet sich also hinsichtlich der klinischen Symptomatik. Die Autoren der Studie weisen auf die Bedeutung des Folsäuremangels bei Differenzialdiagnose der Neuropathie hin, besonders in Ländern, wo noch keine Folsäureanreicherung der Nahrungsmittel praktiziert wird.

    Referenz:
    Koike H, Takahashi M et al.: Clinicopathologic features of folate-deficiency neuropathy; Neurology. 2015 Mar 10;84(10):1026-33.

     
  • Vitamin D und Schmerzen

    Wissenschaftler aus Neuseeland beschäftigten sich in einem Übersichtsartikel mit der Bedeutung des Vitamin D bei der Schmerzbehandlung. Es gibt Hinweise, das Vitamin D auch bei neuropathischen Schmerzen, wie z.B. bei der diabetischen Neuropathie, von Nutzen ist. Vitamin D kann z.B. die Synthese von Neurotrophinen hochregulieren, wodurch neurotrophische Defizite verhindert werden können. Insgesamt hat Vitamin D hormonelle, immunologische und neurologische Funktionen, wodurch auch die Entstehung von Schmerzen positiv beeinflusst werden kann.

    Referenz:
    Edward A. Shipton and Elspeth E. Shipton: Vitamin D and Pain: Vitamin D and Its Role in the Aetiology and Maintenance of Chronic Pain States and Associated Comorbidities; Pain Research and Treatment
    Volume 2015 (2015), Article ID 904967, 12 pages

     
  • Acetyl-Carnitin bei Polyneuropathie

    Wissenschaftler aus China führten eine Metaanalyse randomisierter kontrollierter Studien zur Beurteilung der Wirksamkeit von Acetyl-Carnitin bei der Behandlung der peripheren Neuropathie durch. Die gegenwärtige Datenlage lässt den Schluss zu, das Acetyl-Carnitin einen moderaten Effekt in Bezug auf die Schmerzlinderung hat.

    Referenz:
    Sheyu Li, Qianrui Li et al.: Acetyl-L-carnitine in the treatment of peripheral neuropathic pain: a systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials; PLoS One. 2015 Mar 9;10(3):e0119479.

     
Zum Seitenanfang